Warum wir hier sind

Nach drei Wochen Friedenswerkstatt als Dauermahnwache vor der neuen Europäischen Zentralbank, wollen wir einmal zurückschauen und reflektieren:
Die Situation in der Ukraine, im Nahen Osten, in der Türkei und in Brasilien (..), die Medienmanipulation und die aktuelle Krisenpolitik (..) haben uns auf die Straße gebracht und in mittlerweile über 120 Städten treffen sich jeden Montag tausende von Menschen zu Friedensdemos.
Doch nur montags zu demonstrieren reichte vielen von uns angesichts der täglichen Meldungen nicht mehr aus und wir entschlossen uns, den Protest und die Mahnung in der Öffentlichkeit zu manifestieren und einen Ort der Information und Vernetzung zu schaffen.
IMG_1095Und so bietet die Frankfurter Friedenswerkstatt eine Plattform und lädt ein zum Mitmachen, Nachmachen und dabei sein!
Besonders die persönliche Begegnung und empathische Kommunikation neben der virtuellen Vernetzung sind für uns wichtige Bestandteile der Mahnwache geworden und wir konnten auch schon viele interessierte Gäste und AktivistenInnen aus anderen Städten (Regensburg, Würzburg, Dortmund, Gelsenkirchen, …) bei uns begrüssen.
Auch die Solidarität durch Anwohner und Sympathisanten berührt uns immer wieder neu!
Nur durch eure Hilfe und Unterstützung kann die Friedenswerkstatt wirklich das sein, was sie ist!
Ein riesiges DANKESCHÖN an dieser Stelle für alle Sachspenden, Hilfe und gute Energie, die ihr uns jeden Tag vorbei bringt.
Auch hatten wir nach den guten Kooperationsgesprächen mit Polizei und Ordnungsamt auch schon wichtige erste Treffen mit ATTAC, No Troika, Antagon Theater und Sommerwerft!
Wir betrachten uns nicht alleine, sondern wollen vernetzt sein mit allen Menschen des #globalchange.
Kooperation und Solidarität vs. „Teile und herrsche!“.
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Wir werden oft von Passanten gefragt, warum wir hier sind und dies machen.
Sicherlich hat jeder einzelne seine eigenen und persönliche Gründe dafür, warum er oder sie auf Privatleben und Freizeit verzichtet, um vor der EZB – diesem Symbol des Kapitalismus – eine Mahnwache zu veranstalten.
Und sicherlich ist generell die Unwissenheit des Fragestellers im Zeitalter der Information hinterfragenswert.
Doch ein tiefer Blick in die täglichen Nachrichten lässt dann wieder klar werden, warum wir da sind:
Wir mahnen weiterhin den Bürgerkrieg in der Ukraine an und verurteilen jegliche Einmischungen der NATO, EU und USA.
Wir mahnen eine Junta-Regierung mit Faschisten und deren Unterstützung durch den Westen und deren Finanzierung an und sind solidarisch mit allen antifaschistischen Kämpfern und der Bevölkerung der Ukraine!
Wir sind hier, weil neben der Aufrüstung des Westens auch wieder ein großer Konflikt im Nahen Osten entsteht.
Wir mahnen einen weiterhin unaufgeklärten NSA-Überwachungsskandal an und dessen Entstehung sowie Fortführung und Unterstützung – durch Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Verfassungsschutz und dem BND – ebenso wie die Asylverweigerung für Edward Snowden!
Wir kritisieren eine menschenverachtende Politik und Polizeigewalt in Brasilien im Zeichen der FIFA-WM und sagen: BOYKOTT WM 2014!
Wir sind hier, weil sich die Zusammenhänge von Kapitalismus und Krieg nicht mehr leugnen lassen.
Wir sind hier für die Zukunft unserer Kinder!
Wir sind hier, um wieder Fragen stellen zu dürfen und zu mahnen!
Wir sind hier!

Eure Friedenswerkstatt Frankfurt am Main 😉 🙂 <3

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